Lesedauer
4
Minuten
Datum
2.4.2026

Die Zukunft liegt darin, Tools mit KI selbst zu bauen

Viele Unternehmen stellen sich die Frage: «Welches Tool sollen wir einsetzen?». Die Frage ist naheliegend. Aber sie führt oft in die falsche Richtung. Denn wer mit der Tool-Auswahl beginnt, entscheidet sich implizit bereits für eine bestimmte Logik, bevor überhaupt klar ist, wie die eigenen Prozesse in Zukunft funktionieren sollen. Auch unser Kunde, eine KMU mit rund 40 Mitarbeitenden, stand genau vor dieser Frage. Wir zeigten ihm, wie er mit künstlicher Intelligenz, die notwendigen Tools für den gesamten Prozess, von Posteingang über die Sachbearbeitung, bis zum Postausgang, unter Verwendung von Standard-KI-Tools selber erstellen kann.

Der Markt bietet, von Fachapplikationen über Workflow-Systeme bis hin zu modernen KI-Tools, unzählige Software-Lösungen. Diese funktionieren oft gut in ihrem definierten Rahmen. Doch sie haben eine gemeinsame Eigenschaft: Das Tool bestimmt den Prozess. Das bedeutet, dass sich Organisationen an die Logik eines Produkts anpassen. Was nicht ins Tool passt, wird vereinfacht, umgangen oder als Sonderfall behandelt. Mit jeder zusätzlichen Lösung entsteht mehr Komplexität und oft auch mehr Abhängigkeit. Das Resultat sind Systemlandschaften, die zwar digital, aber kaum flexibel sind.

Vom Prozess zur massgeschneiderten KI-Lösung

Der entscheidende Schritt ist deshalb ein anderer. Nicht: «Welches Tool brauchen wir?» sondern: «Wie würde unser Prozess aussehen, wenn wir ihn heute neu gestalten könnten?». Erst wenn diese Frage beantwortet ist, wird Technologie sinnvoll einsetzbar.

Was sich dabei verändert, ist grundlegend. Statt einzelne Lösungen einzuführen, entsteht ein Zusammenspiel von Bausteinen. Moderne Technologien ermöglichen es, Prozesse modular aufzubauen. Einzelne Komponenten, sogenannte Agenten, übernehmen klar definierte Aufgaben: Inhalte verstehen, Informationen extrahieren, Entscheidungen vorbereiten oder Kommunikation generieren. Diese Bausteine lassen sich mit Hilfe von Standard KI-Tools ohne Programmierkenntnisse selber erstellen. Sie sind flexibel kombinierbar und können durch die Organisation selbst weiterentwickelt werden. Tools werden damit nicht mehr primär gekauft, sondern zunehmend, durch die Organisation selbst, mit KI erstellt.

Prozessanalyse und Abbildung mit KI-Agenten

Organisationen, die diesen Weg gehen, gewinnen vor allem eines: Kontrolle. Sie gestalten ihre Prozesse selbst und setzen Technologie gezielt dort ein, wo sie den grössten Nutzen bringt. Anpassungen sind jederzeit möglich, ohne auf Anbieter angewiesen zu sein. Neue Anforderungen führen nicht zu neuen Beschaffungsprojekten, sondern zu Weiterentwicklungen bestehender Lösungen, die selber umgesetzt werden können.

Gleichzeitig verändert sich die Rolle von Software. Sie wird nicht mehr als fertiges Produkt verstanden, sondern als Mittel zum Zweck, eingebettet in die eigene Architektur.

Will man sich an Tools anpassen - oder die eigenen Prozesse selbst gestalten?

Wir sind überzeugt: Der nachhaltigste Weg führt nicht über den Einkauf von Software, sondern über den Aufbau eigener Fähigkeiten, die benötigten Tools selber aufzubauen und bei Bedarf weiterzuentwickeln.

Deshalb unterstützen wir Organisationen dabei,

  • ihre Potenziale für eigene, KI-gestützte Lösungen zu identifizieren
  • konkrete Anwendungsfälle und Zielbilder zu entwickeln
  • und KI-Lösungen Schritt für Schritt selbst aufzubauen.

Nicht die Organisation passt sich dem Tool an, sondern die KI erstellt passende Module, die mitwachsen.

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch.

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